Bauernregeln heute

Lostage im Jahr

Ein Lostag ist ein Tag, an dem man nach altem Glauben das Wetter der folgenden Wochen ablesen konnte. Hier stehen alle 209 Tage, zu denen eine eigene Regel überliefert ist, jeweils mit der ersten Regel.

Die großen Lostage

  • 11. bis 15. Mai

    Eisheilige

    Vom 11. bis 15. Mai liegen die Gedenktage der Eisheiligen. Nach alter Regel sind erst danach keine Nachtfröste mehr zu fürchten, und erst danach soll man empfindliche Pflanzen ins Freie setzen.

  • 4. bis 20. Juni, Maximum um den 11. Juni

    Schafskälte

    Zwischen dem 4. und 20. Juni wird es in Mitteleuropa oft noch einmal deutlich kühler. Am häufigsten trifft das um den 11. Juni ein, den Tag des heiligen Barnabas.

  • 27. Juni

    Siebenschläfer

    Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt: So lautet die Regel zum 27. Juni. Für den 27. Juni selbst stimmt sie nicht, für die erste Juliwoche in Süddeutschland erstaunlich oft.

  • 2. Februar

    Lichtmess

    Am 2. Februar begann das Bauernjahr, und das Gesinde konnte die Stelle wechseln. Die meisten Wetterregeln dieses Tages werten Sonne an Lichtmess als schlechtes Zeichen für den Frühling.

  • 23. Juli bis 23. August

    Hundstage

    Die heißen Wochen vom 23. Juli bis 23. August heißen Hundstage. Die Zeitangabe stammt aus dem Römischen Reich, der Name vom Sternbild Großer Hund mit dem Stern Sirius.

  • 11. November

    Martini

    Am 11. November endete früher das bäuerliche Wirtschaftsjahr. Abgaben wurden fällig, Dienstverhältnisse begannen und endeten. Die Wetterregeln des Tages fragen vor allem nach einem: dem kommenden Winter.

  • Hintergrund

    Hundertjähriger Kalender

    Der Name des Hundertjährigen Kalenders hat nichts mit seinem Alter zu tun, und eine Sammlung von Bauernregeln ist er auch nicht. Er geht auf die Wetterbeobachtungen eines fränkischen Abtes aus dem 17. Jahrhundert zurück.

Januar

Februar

März

April

  • 1. April

    1. April

    Scherz verscheut Unheil.

  • 2. April

    St. Rosamunde

    Bringt die Rosamunde viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind.

  • 3. April

    St. Chrestus und St. Pappus

    Wer an Christian säet Lein’, bringt schönen Flachs in seinen Schrein.

  • 4. April

    St. Ambrosius

    War’s an Ambrosius schön und rein, wird’s an Florian (4. Mai) umso wilder sein.

  • 5. April

    St. Vinzenz

    Ist Sankt Vinzenz Sonnenschein, bringt es viele Körner ein.

  • 8. April

    St. Amantius/Amandus

    Wenn es viel regnet um den Amantiustag, ein dürrer Sommer folgen mag.

  • 9. April

    St. Waltraud

    Hört Waltraud nicht den Kuckuck schrein, dann muss er wohl erfroren sein.

  • 10. April

    St. Ezechiel/Hesekiel

    An Ezechiel, dem 100. Tag nach Neujahr, da säe Leinsamen, dann gedeiht er wunderbar.

  • 13. April

    St. Martin

    So wie Martin es will, so zeigt sich dann der ganze April.

  • 14. April

    St. Tiburtius

    Tiburtius kommt mit Sang und Schall, er bringt den Kuckuck und die Nachtigall.

  • 15. April

    Kuckuckstag

    Der 15. April der Kuckuckstag heißen will.

  • 22. April

    22. April

    Gewitter vorm Georgiustag (23. April), folgt gewiss noch Kälte nach.

  • 23. April

    St. Georg

    Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel angeritten.

  • 24. April

    St. Fidelis

    Wenn’s friert an Sankt Fidel, bleibt’s 15 Tag noch kalt und hell.

  • 25. April

    St. Markus

    Georg (23. April) und Markus ganz ohne Trost, erschrecken uns sehr oft mit Frost.

  • 27. April

    St. Petrus Canisius (Kanisius), Zita

    Hat Sankt Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä’n.

  • 28. April

    St. Vital/Vitalis

    Ist es noch kalt auf St. Vital, friert es uns noch fünfzehnmal.

  • 30. April

    Walpurgisnacht

    Regen in der Walpurgisnacht hat stets ein gutes Jahr gebracht.

Mai

  • 1. Mai

    Philippus und Jakobus, Walburga

    Am 1. Mai Reif oder nass, macht den Bauern immer Spaß.

  • 3. Mai

    Kreuzauffindung, St. Jakobus, St. Philippus

    Wie’s Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.

  • 4. Mai

    St. Florian

    War’s an Ambrosius (4. April) schön und rein, wird’s an Florian umso wilder sein.

  • 7. Mai

    St. Stanislaus

    Wenn sich naht Sankt Stanislaus, schlagen alle Bäume aus.

  • 10. Mai

    St. Gordian

    Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.

  • 11. Mai

    St. Mamertus (Eisheiliger)

    Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

  • 12. Mai

    St. Pankratius (Eisheiliger)

    Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

  • 13. Mai

    St. Servatius (Eisheiliger)

    Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

  • 14. Mai

    St. Bonifaz (Eisheiliger)

    Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

  • 15. Mai

    „Kalte Sophie“ (Eisheilige)

    Die kalt’ Sophie, die bringt zum Schluss ganz gern noch einen Regenguss.

  • 16. Mai

    St. Nepomuk

    Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.

  • 24. Mai

    St. Esther

    Lein, gesät an Esthern, wächst am allerbesten.

  • 25. Mai

    St. Urban

    Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s; Philippi und Jakobi (1. Mai), sind dann noch zwei Grobi; Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi. Oft der Urban gar, ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.

  • 31. Mai

    St. Petronella / Maria Königin

    Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide/der Hafer legen.

Juni

  • 1. Juni

    St. Fortunatus, St. Justin

    War’s an Fortunatus klar, gibt’s ein gutes Erntejahr.

  • 8. Juni

    St. Medardus

    An Sankt Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tag die Sonne lacht.

  • 10. Juni

    St. Margarete

    Regnet’s am Margaret(h)entage, dauert der Regen noch vierzig (auch: vierzehn) Tage.

  • 11. Juni

    St. Barnabas

    Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13. Dezember) sie wieder zu uns schleicht.

  • 13. Juni

    St. Antonius

    Wenn Sankt Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29. Juni) viel in Wasser macht.

  • 15. Juni

    St. Veit/Vitus

    Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt’s gewiss ein gutes Jahr.

  • 16. Juni

    St. Benno

    Wer auf Sankt Benno baut, kriegt viel Flachs und Kraut.

  • 19. Juni

    St. Gervasius

    Wenn’s regnet auf St. Gervasius, es 40 Tage regnen muss.

  • 21. Juni

    Sommeranfang, Sommersonnenwende

    Ist die Milchstraße klar zu seh’n, bleibt das Wetter schön.

  • 24. Juni

    Johannistag / Geburt Johannes des Täufers

    Bis Johannis wird gepflanzt, ein Datum, das du dir merken kannst.

  • 27. Juni

    Siebenschläfertag

    Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.

  • 29. Juni

    Peter und Paul

    Regnet’s an Peter und Paul, wird des Winzers Ernte faul.

Juli

August

  • 1. August

    Petri Kettenfeier

    Ist’s von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

  • 5. August

    St. Oswald (Maria Schnee)

    Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.

  • 7. August

    St. Afra, (Maria Schnee)

    An Sankt Afra Regen kommt für den Bauer ungelegen.

  • 8. August

    St. Dominikus

    Ist’s an Domini sehr heiß, wird der Winter lang und weiß.

  • 10. August

    St. Laurentius

    Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch.

  • 13. August

    St. Hippolyt / St. Kassian (Cassianus)

    Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht.

  • 14. August

    14. August

    Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne.

  • 15. August

    Maria Himmelfahrt

    Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.

  • 16. August

    St. Rochus

    Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut.

  • 18. August

    St. Agapitus

    Holz, an Agapitustag geschlagen, fault nicht bis zum „Jüngsten Tag“.

  • 19. August

    St. Sebaldus

    Regnet’s an Sankt Sebald, nahet teuere Zeit sehr bald.

  • 20. August

    St. Bernhard

    Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September misst.

  • 24. August

    St. Bartholomäus (Bartheltag)

    Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll’s den ganzen September sein.

  • 25. August

    St. Ludwig

    Wenn im März die Veilchen blühn, an Ludwig oft die Schwalben ziehn.

  • 28. August

    St. Augustin

    An Augustin gehen die warmen Tage dahin.

  • 30. August

    St. Felix

    Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag’ für Wetter han.

  • 31. August

    St. Raimund

    Sankt Raimund treibt die Wetter aus.

September

  • 1. September

    St. Ägidius

    Wie das Wetter an Ägidius so es vier Wochen bleiben muss.

  • 4. September

    St. Rosalia

    Zu Sankt Veit (15. Juni) geht’s auf die Weid, Sankt Rosal treibt’s Vieh ins Tal.

  • 6. September

    St. Magnus

    Wie das Wetter am Magnustag so es vier Wochen bleiben mag.

  • 7. September

    St. Regine

    Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange wonnig.

  • 8. September

    Mariä Geburt

    Wie sich das Wetter an Maria Geburt verhält, so ist’s noch vier Wochen bestellt.

  • 9. September

    St. Gorgon

    Ist Gorgon schön, bleibt’s noch sechs Wochen schön.

  • 11. September

    St. Protus

    Wenn’s an Protus nicht nässt, ein dürrer Herbst sich sehen lässt.

  • 12. September

    Mariä Namen

    An Mariä Namen, sagt der Sommer Amen.

  • 14. September

    Kreuzerhöhungstag

    Ist’s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.

  • 15. September

    St. Ludmilla

    St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt gern Regen und Wind.

  • 16. September

    St. Cyrianus

    An Sankt Cyprian zieht man oft schon Handschuh’ an.

  • 17. September

    St. Lambert von Lüttich

    Auf Lambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr.

  • 18. September

    St. Lampert von Freising

    Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lampert klar und rein.

  • 21. September

    St. Matthäus

    Hat Matthäus schön’ Wetter im Haus, so hält es noch vier Wochen aus.

  • 22. September

    St. Mauritius

    Klares Wetter an Mauritius, im nächsten Jahr viel Wind kommen muss.

  • 24. September

    St. Virgilius

    Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.

  • 25. September

    St. Kleophas

    Nebelt’s an St. Kleophas, wird der ganze Winter nass.

  • 26. September

    St. Damian und St. Kosmas

    Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an.

  • 27. September

    St. Hiltrud von Lissies / Helmtrud

    Wenn Hiltrud im Kalender steht, wird noch einmal das Gras gemäht.

  • 28. September

    St. Wenzeslaus (Wenzel, Vaclav)

    Kommt Wenzeslaus mit Regen an, werden wir Nüsse bis Weihnachten ha’n.

  • 29. September

    Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

    Der Michel zündt’s Licht an.

  • 30. September

    St. Hieronymus

    Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.

Oktober

  • 1. Oktober

    St. Remigius

    Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat Verdruss.

  • 2. Oktober

    St. Leodegar

    Laubfall an Sankt Leodegar kündigt an ein fruchtbar Jahr.

  • 4. Oktober

    St. Franziskus

    Sonne an Sankt Franz gibt dem Wein den Glanz.

  • 6. Oktober

    St. Bruno

    Sankt Bruno, der Kartäuser, lässt die Fliegen in die Häuser.

  • 8. Oktober

    St. Pelagia von Antiochia, Märtyrerin

    St. Pelei führt Donner und Hagel herbei.

  • 9. Oktober

    St. Dionysius (Denis)

    Regnet’s an Sankt Dionys, wird der Winter nass gewiss.

  • 13. Oktober

    St. Koloman

    Heiliger Koloman schick mir einen braven Mann.

  • 14. Oktober

    St. Burkhard (Burkard) (Erhebung der Gebeine)

    Sankt Burkhard Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.

  • 15. Oktober

    St. Theresa

    Zu Theres’ beginnt die Weinles’.

  • 16. Oktober

    St. Hedwig und St. Gallus

    Sankt Hedwig und Sankt Gall’ machen das Schneewetter all’.

  • 17. Oktober

    17. Oktober

    Nach dem Sankt Gallus-Tag (16. Oktober) nichts mehr im Garten bleiben mag.

  • 18. Oktober

    St. Lukas

    Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr darauf nicht bereut.

  • 20. Oktober

    St. Wendelin

    Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.

  • 21. Oktober

    St. Ursula

    Zu Ursula muss das Kraut herein, sonst wird’s noch lange draußen sein.

  • 23. Oktober

    St. Severin

    Wenn’s Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält’.

  • 25. Oktober

    St. Crispinus und Crispinianus, Krispin

    Mit Krispin sind alle Fliegen hin.

  • 26. Oktober

    St. Albin

    Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar.

  • 27. Oktober

    27. Oktober

    Wer Weizen sät vorm Simonstage (28. Oktober), dem trägt er goldene Ähren ohne Frage.

  • 28. Oktober

    Apostel Simon und Apostel Judas

    Ist’s an Judas hell und klar, gibt’s Regen erst an Cäcilia (22. November).

  • 29. Oktober

    29. Oktober

    Wenn Simon und Judas (28. Oktober) vorbei, rückt der Winter schnell herbei.

  • 30. Oktober

    30. Oktober

    Zu Ende Oktober Regen bringt ein fruchtbar Jahr zuwegen.

  • 31. Oktober

    St. Wolfgang

    Regen am Sankt-Wolfgangs-Tag, gut für das nächste Jahr sein mag.

November

  • 1. November

    Allerheiligen

    Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini (11. November) einen Sommer.

  • 2. November

    Allerseelen

    Der Allerseelentag drei Tropfen Regen mag.

  • 3. November

    St. Hubertus

    Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß.

  • 4. November

    St. Karl

    Wenn’s an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit.

  • 6. November

    St. Leonhard

    Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist’s mit dem Weizen schlecht bestellt.

  • 11. November

    St. Martin

    Wenn an/nach Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind.

  • 15. November

    St. Leopold

    Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.

  • 17. November

    St. Gertrud

    Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise.

  • 19. November

    St. Elisabeth

    Sankt Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann.

  • 21. November

    Mariä Tempelgang (Mariä Opferung)

    Mariä Opferung hell und rein, bringt einen harten Winter rein.

  • 22. November

    St. Cäcilia

    Die heilige Cäcilie mit Dank setzt sich auf die Ofenbank.

  • 23. November

    St. Clemens / Klemens

    Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild’ Gesicht.

  • 25. November

    St. Katharina

    Wenn kein Schneefall auf Kathrein is’, auf Sankt Andreas (30. November) kommt er g’wiss.

  • 26. November

    St. Konrad

    An Konrad steht kein Mühlenrad, weil der ja immer Wasser hat.

  • 27. November

    St. Virgilius (Fergal)

    Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.

  • 30. November

    St. Andreas

    Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr.

Dezember

  • 1. Dezember

    St. Eligius

    Fällt auf Eligius ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag.

  • 2. Dezember

    St. Bibiana

    Gibt’s Regen am Bibianatag, es noch vierzig Tage regnen mag.

  • 4. Dezember

    St. Barbara

    Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee.

  • 5. Dezember

    5. Dezember

    Nach Barbara (4. Dezember) geht’s Frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.

  • 6. Dezember

    St. Nikolaus

    Regnet’s an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.

  • 7. Dezember

    St. Ambrosius

    Ist Ambrosius schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) ein Wilder sein.

  • 8. Dezember

    Mariä Empfängnis

    Zu Mariä Empfängnis Regen bringt dem Heu keinen Segen.

  • 13. Dezember

    St. Lucia

    An Sankt Lucia ist der Abend dem Morgen nah.

  • 16. Dezember

    St. Adelheid

    Die Adelheid liebt weiße Flocken, so bleibt die Erde selten trocken.

  • 17. Dezember

    St. Lazarus

    Ist Sankt Lazar nackt und bar, gibt’s ein schönes neues Jahr.

  • 18. Dezember

    St. Wunibald

    Um den Tag des Wunibald, da wird es meistens richtig kalt.

  • 21. Dezember

    St. Thomas

    Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr.

  • 23. Dezember

    23. Dezember

    Vor Weihnacht viel Wasser, nach Johannis (24. Juli) kein Brot.

  • 24./25. Dezember

    Heiliger Abend, Weihnachten

    Wie die Witterung an Adam und Eva (24.12.), so bleibt sie bis Ende des Monats.

  • 26. Dezember

    St. Stefan

    Bringt Sankt Stephan Wind, die Winzer nicht erfreuet sind.

  • 27. Dezember

    St. Johannes

    Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es der Täufer (24. Juni) heiß.

  • 28. Dezember

    Unschuldige Kinder

    Schneit’s an unschuldige Kindl, fährt der Januar in die Schindel.

  • 31. Dezember

    St. Silvester

    Silvesternacht düster oder klar sagt an ein gutes Jahr.

Kurz gefragt

Was ist ein Lostag?

Ein Lostag ist ein Kalendertag, an dem man nach altem Volksglauben das Wetter der kommenden Wochen ablesen konnte. Die meisten Lostage sind Gedenktage von Heiligen, deshalb tragen viele Regeln deren Namen.

Warum passen manche Lostage nicht zum heutigen Wetter?

Mit der Gregorianischen Kalenderreform von 1582 wurden zehn Tage übersprungen. Viele Regeln sind älter, der gemeinte Zeitraum liegt deshalb oft rund eine Woche bis zehn Tage nach dem heutigen Kalenderdatum.

Regeltexte: Wikipedia-Artikel „Liste von Bauernregeln“ (Version vom 30. September 2026), Autoren siehe Versionsgeschichte, Lizenz CC BY-SA 4.0. Verändert: nach Kalendertagen geordnet, Gedankenstriche durch Kommas und Verweispfeile durch „siehe“ ersetzt, mit „oder“ angegebene Varianten als eigene Regel aufgeführt, Anmerkungen teils abgesetzt, Zeilenumbrüche vereinheitlicht. Die Zusammenstellung der Regeln auf dieser Seite steht ebenfalls unter CC BY-SA 4.0. Einleitungen und eigene Erklärtexte: © SWKM GmbH.